T.M. Frazier - Wild Hearts Kein Blick zurück





"
Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem neuen Nachbarn Finn gerechnet. Der missmutige (und furchtbar attraktive) Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt - und ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will!
"
(Lovelybooks)



Nach den ersten Seiten des Buches war ich tatsächlich irgendwie enttäuscht. Es begann mit einem trinkenden, gewalttätigen Vater und einem Mann, dessen Freundin verstorben war.
Ein Buch direkt mit Gewalt, Tot, Trauer und Unterdrückung zu beginnen, war für mich nicht die bestmögliche Art in eine Geschichte zu starten. 
Ich war sofort voreingenommen und fand diese Ansammlung von allem negativen etwas überspannt und wollte es schon beiseite legen.
Auch nach knapp 100 Seiten hatte ich mich nicht richtig in die Geschichte eingefunden. Während die Szenen mit dem Vater zu lang gezogen wurden, verlief der Rest für mich viel zu schnell. Finn, die zweite Hauptperson, war für mich viel zu dramatisch und wurde ständig als Sexobjekt dargestellt. Des Weiteren war seine Art zu handeln irgendwie völlig ab von der Realität. Gefühlt konnte er nie einschätzen in welcher Stimmung Sawyer war und hat sie ständig überrumpelt.  Obwohl ebenfalls aus Finns Perspektive erzählt wurde, kamen seine Gefühle überhaupt nicht beim Leser an, dies hat mir bei Sawyer schon etwas besser gefallen. Auch die Verzweigungen einzelner Handlungen haben für mich teilweise keinen richtigen Sinn ergeben.
Trotzdessen fand ich die Idee der Geschichte toll. Ein Mädchen, dass ständig unterdrückt wurde und der man ihr ganzes Leben lang gesagt hat, was sie zu tun und zu lassen hat flüchtet in eine neue Welt. Sie erhofft sich einen Neuanfang und bekommt diesen auch und genau dies ist das was mir an der Story gefallen hat. 
Durch die sprunghafte Handlung, die vielen Klischees und die Charaktere, mit denen ich nicht richtig warm geworden bin, kann ich dem Buch nur 2,5/5 Sternen geben.

Kommentare