Lucy Clarke - Das Haus am Rand der Klippen




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Das Haus am Rand der Klippen war Elles größter Traum. Doch kaum eingezogen, liegt ihre Welt in Trümmern: Ihre Ehe zerbricht, sie ist bankrott, und ihr Verlag drängt auf ihr neues Buch, während sie mit Schreibblockaden und Schlaflosigkeit kämpft. Der Abgabetermin rückt näher, ihre Existenz hängt davon ab, und vielleicht liegt es an den angespannten Nerven, dass sie sich ständig beobachtet fühlt. Doch als Elle von einer Reise zurückkehrt, spürt sie schon beim Betreten ihres Hauses, dass etwas anders ist. Jemand war hier. Und hat ihr schlimmstes Geheimnis entdeckt.
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Die bekannte Bestseller Autorin Elle hat über den Sommer ein Schreibseminar in Frankreich besucht und in der Zeit ihr Haus über Airbnb an eine kleine Familie vermietet.
Als sie nach 2 Wochen wieder in ihr Haus kommt, fallen ihr einige merkwürdige Dinge auf und sie fühlt sich, als sei in ihr Haus eingedrungen worden.
Ein Briefbeschwerer, bei dem eine Ecke abgeplatzt ist, eine Scherbe, die in ihrem Teppich versteckt ist und eine Nachricht auf dem Fenster, welches zu sehen ist, wenn dieses beschlägt. 
Schnell wird Elle und auch mir klar, dass es nicht die kleine Familie war, die ihr Haus gemietet hat.
All die Dinge, die in diesem Buch geschehen sind so real. Es gibt nichts, was nicht wirklich so passieren könnte und genau das macht dieses Buch so gruselig.
All diese Kleinigkeiten, die immer nach und nach ans Licht kommen und die komischen Geräusche in Ihrem Haus, die jede Nacht auftreten und mich selber dazu brachten sie ebenfalls zu hören, haben mich gepackt und mich nicht aufhören lassen zu lesen.
Auch wird von jedem Charakter, der in dem Buch vorkommt die Andeutung gemacht, diese könnte der Eindringling sein. Man weiß einfach bis zum Schluss nicht, wer denn jetzt die Person ist.
Mit der Protagonistin bin ich tatsächlich nicht richtig warm geworden. Teilweise wirkt sie sympathisch, an anderen Tagen tut sie aber wieder Dinge, die nicht nachvollziehbar sind. Sie hat einen Abgabetermin vor sich, wovon ihr ganzes Leben abhängt und wenn sie diesen nicht einhält sogar ihr Haus verliert und trotzdem prokrastiniert sie täglich.
Auch die Zeitsprünge haben mich anfangs echt aus der Geschichte geworfen. Einige Zeitsprünge werden angekündigt, aber andere wieder nicht und man weiß manchmal nicht, ob die Erzählung nun in der Gegenwart oder in der Vergangenheit geschieht.
Etwas überrascht hatte mich, dass die Handlung schnell den Charakter eines Thrillers annahm, jedoch nicht wie ein typischer Thriller endete. Ich hatte damit gerechnet, dass es in dem Moment, in dem sie realisiert, wer ihr ihr Leben für Wochen zur Hölle gemacht hatte zu einem Kampf kommt oder zumindest zu einem schweren Konflikt, aber vielleicht spricht da auch mein Thriller-Fan-Ich aus mir.
Alles in allem war es ein Buch, was mich erfolgreich aus meiner Leseflaute gezogen hat. Mit einer tiefen Anspannung habe ich Kapitel für Kapitel verschlungen und jeden Moment einen Überfall von einem Mann aus ihrer Vergangenheit erwartet.
Das Buch bekommt 4/5 Sternen von mir!

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