Emma Scott - The Light in Us


"
Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Geigerin, doch dann zerbrach ihr Leben und die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen jungen Mann an, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hat. Noah Lake war Fotograf und Extremsportler, immer auf der Jagd nach dem nächsten Adrenalinrausch. Nun stößt er alle Menschen von sich, unfähig, sein Schicksal anzunehmen. Doch Charlotte ist entschlossen, ihm zu beweisen, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat ...
"

Die Geschichte klang zuerst wie eine Kopie von "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes. Doch da ich bei diesem Band der Reihe nur den Film gesehen habe, wollte ich mich vollkommen auf die Geschichte einlassen.
Zu aller erst finde ich den bildlichen und ausführlichen Schreibstil von Emma Scott unglaublich. Sie benutzt verschiedene Sichtweisen, was typisch für New Adult ist und was ich wirklich liebe.
Die Darstellungen der dramatischen und auch emotionalen Situationen zogen mich bei ihr immer besonders in den Bann. Bereits bei "All-In - Tausend Augenblicke" habe ich ihre tollen Umschreibungen und Ausschmückungen geliebt.
Durch diesen Schreibstil wurde mir Noahs schweres Schicksal noch bewusster. Als Noah einen heftigen Migräneschub, unter denen er seit seinem Unfall leidet, bekommt, bin ich wirklich in der Handlung versunken und habe mein Umfeld komplett ausgeschaltet. 
Immer wieder dachte ich, dass all diese Handlungen so real wirkten, dass sie wirklich auf einer echten Geschichte beruhen könnten.
Emma Scott verzichtet (soweit ich das beurteilen kann) vollkommen auf Übertreibungen. Viele Autoren schmücken einige Situationen mit Abläufen aus, die so unrealistisch sind, dass man die Handlung gar nicht mehr richtig ernst nehmen kann, doch sie bleibt vollkommen realistisch.
Neben dem super schönen Cover, fand ich das Detail mit der Blindenschrift unter jeder Überschrift so süß. Das war ein Detail, was einem klar gemacht hat, dass Emma Scott ihre Geschichten liebt und immer wieder versucht sich mit neuen kreativen Ideen eine Überraschung für den Leser auszudenken.


Natürlich ist diese Art der Story nicht neu. Ich glaube, dass auch neben Jojo Moyes einige Autoren auf diese Idee gekommen sind und nur, weil es vielleicht dieselbe Grundidee hat, heißt es nicht, dass es wirklich komplett gleich ist. Tatsächlich konnte ich Moyes' Büchern nie etwas abgewinnen und kann wirklich sagen, dass ich dieses Buch besser fand als die anderen beiden Teile von Moyes' Reihe.
Und auch war die Handlung selber natürlich nicht überraschend, denn wie hätten wir alle reagiert, wenn die Hauptcharaktere sich gehasst hätten und Noah für immer im dunkeln in seinem Zimmer gehockt hätte? Ich denke wir wären da alle nicht begeistert und es ist und bleibt eben ein New Adult Buch, wo es von vornherein klar ist, dass die Charaktere sich näher kommen werden.
Dieses Buch mit vielen liebenswerten Charakteren und sowohl spannenden als auch emotionalen Momenten bekommt von mir 4 / 5 Sterne!




Kommentare